Kraftfahrzeug-Schäden

Was tun bei einem Kraftfahrzeugschaden?

Ihre Rechte beim Haftpflichtschaden                                       

Bei einem Unfall kommt es mitunter nicht nur zu Kratzern oder Dellen am Fahrzeug. Zuweilen werden auch Personen verletzt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Rechte kennen und wissen, wie Sie sie durchsetzen können.

Sie können darauf bestehen, dass Ihnen die Kosten für folgende Posten erstattet werden:

- Sachverständigen-Gutachten
- Reparatur in einer Werkstatt Ihrer Wahl
- Wertminderung
- Mietwagen
- Nutzungsausfall
- Abschleppkosten
- Bergung
- Verschrottung
- Finanzierung
- Rechtsanwalt
- Ab- und Anmeldung des Fahrzeuges
- Nummernschilder
- Telefon-, Porto- sowie Fahrtkosten 


 Sollte bei einem Unfall eine Person verletzt worden sein, haben Sie einen Anspruch auf die Übernahme von Kosten für

- ärztliche Behandlungen
- Krankenhaus
- Rehabilitationsmaßnahmen
- Medikamente und medizinische Hilfsmittel
- Rehabilitation/Kur
- kosmetische Operationen
- Schmerzensgeld

Es steht Ihnen ferner frei, Schmerzensgeld zu fordern.

Auch Unfallfolgen dürfen geltend gemacht werden. Der Versicherer muss einspringen bei Verdienstausfall, falls Sie eine Rente beanspruchen oder sich umschulen lassen müssen, weil Sie in Ihrem früheren Beruf nicht mehr tätig sein können. 

Sachverständigengutachten
Sollte der Schaden höher als 750 Euro sein, können Sie bei uns ein Gutachten in Auftrag geben. Die Kosten für dieses Gutachten werden bei einem Haftpflichtschadensfall von der gegnerischen Versicherung übernommen.
 

Reparaturkosten
Nach einem Unfall können Sie Ihr Fahrzeug in einer Fachwerkstatt Ihrer Wahl reparieren lassen. Die Versicherung des Unfallgegners übernimmt in einem solchen Fall die Kosten. Wollen Sie den Schaden selber beheben oder nicht reparieren lassen, steht Ihnen dennoch der Betrag zu, der im Gutachten festgestellt wurde, abzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Diese wird nur bei Vorlage einer Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer erstattet. Sollte im Gutachten festgestellt worden sein, dass Ihr Fahrzeug ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, steht Ihnen der Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes Ihres Fahrzeuges zu.
 

Wertminderung (merkantiler Minderwert)
Will man einen Unfallwagen verkaufen, erzielt man damit naturgemäß einen geringeren Erlös als mit einem Fahrzeug ohne Vorschäden. Der Minderwert ist der erstattungsfähige Schaden, der durch einen unabhängigen Sachverständigen im Gutachten gesondert ausgewiesen wird.

Nahezu jeder Schaden kann nach neuer Rechtsprechung zu einer Wertminderung beitragen. Als Geschädigter sollten Sie sich nicht mit der Aussage zufrieden geben, dass eine merkantile Wertminderung aufgrund des höheren Fahrzeugalters oder einer höheren Laufleistung nicht erstattungsfähig sei.


Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung
Während sich Ihr Fahrzeug in der Reparatur befindet, können Sie ein Ersatzfahrzeug beanspruchen. Wenn Sie aber weniger als 25 Kilometer pro Tag fahren, sollten Sie Taxen oder andere öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um so den Schaden möglichst niedrig zu halten und sogar unter viagra kaufen online. Bei der Auswahl Ihres Mietwagens sollten Sie ein in der Typklasse niedrigeres Fahrzeug wählen, weil ansonsten der Versicherer die Möglichkeit hat, 15 Prozent der Mietwagenkosten abzuziehen. Wenn Sie keinen Mietwagen beanspruchen wollen, wird Ihnen eine Nutzungsentschädigung zwischen 23 und 175 Euro (je nach Fahrzeugtyp) pro Tag für die Reparatur- oder Wiederbeschaffungszeit erstattet.
 
 
Haftpflichtschaden
Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher verpflichtet, dem Unfallopfer gemäß § 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den dieses unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist dabei so zu stellen, wie er stehen würde, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre.

Nach § 3 Pflichtversicherungsgesetz übernimmt die Haftpflichtversicherung für den Unfallbeteiligten die Schadensregelung. Das Unfallopfer kann im Haftpflichtschadensfall Schadenersatzansprüche geltend machen. 

  
Totalschaden
Von einem Totalschaden spricht man, wenn die Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges entweder nicht möglich (technischer Totalschaden) oder dem Geschädigten nicht zumutbar ist. Es handelt sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, wenn das Fahrzeug unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht mehr reparaturwürdig ist. In diesen Fällen wandelt sich der Anspruch auf Wiederherstellung in einen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung.

  
Nutzungsausfall
Mieten Sie als Geschädigter kein Ersatzfahrzeug an, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung im Sinne von § 249 Abs. 2 BGB. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung bemisst sich u. a. nach der Reparaturdauer.


Wiederbeschaffungswert
Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den der Geschädigte für sein eigenes Fahrzeug vor dem Unfall bei einem seriösen Händler hätte aufwenden müssen. Berücksichtigt werden bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes alle wertbildenden Faktoren sowie die örtliche Marktlage. Der Wiederbeschaffungswert ist stets dann Berechnungsgrundlage, wenn der Geschädigte auf Basis eines Totalschadens abrechnet.

  
Restwert
Der Geschädigte darf sein beschädigtes Kraftfahrzeug grundsätzlich zu dem Preis veräußern, den ein von ihm eingeschalteter unabhängiger Sachverständiger als Wert auf dem regionalen Markt ermittelt hat. Auf höhere Ankaufpreise spezieller Restwertaufkäufer muss der Geschädigte sich in aller Regel nicht verweisen lassen. Den Restwert ermittelt ein unabhängiger Sachverständiger unter Berücksichtigung des konkreten Schadenbildes und regionaler Marktgegebenheiten.

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